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10 Fragen und Antworten zum Ramadan

Der Ramada beginnt heute und endet am 29. September

Moslemische Gläubige fasten seit zwei Wochen, denn es ist Ramadan. Er endet am 29. September mit dem Zuckerfest. Abdallah Hajjir (Haus der Weisheit) und Asmaa Hajjir haben die wichtigsten Informationen zum Ramadan zusammengefasst

1) Was ist die Wortbedeutung von Ramadan?
Ramadan ist Arabisch und wird von der Wurzel ramida oder arramad abgeleitet, was „brennende Hitze und Trockenheit” (speziell des Bodens) bedeutet. Aus der gleichen Wurzel kommt ramdaa – „sonnengebrannter Sand“. Dies deutet auf das Hitzegefühl im Magen hin, das vom Durst erzeugt wird. Manche erklären das auch damit, dass der Ramadan die Sünden ausbrennt wie die Hitze den Boden.
Im Ramadan sind Herz und Seele für die Anbetung und das Gedenken an Gott empfänglicher, wie Sand und Steine für die Hitze der Sonne. So hilft der Ramadan dem Gläubigen, sich neu zu formen und seine physischen und geistigen Veranlagungen und Verhalten zu erneuern.

2) Wann beginnt die Fastenzeit / Ramadan?
Der Ramadan ist der neunte Monate im islamischen Mondkalender. Der Anfang des Fastenmonats richtet sich nach der schmalen Neumondsichel am Himmel. Wird diese gesichtet, so ist der Zeitpunkt des ersten Fastentages gesetzt.
Da das Mondjahr 10 Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, schiebt sich der Ramadan jährlich um ca. 10 Tage vor und durchläuft somit alle Jahreszeiten.
Dies verhindert vor allem, dass die Muslime in den unterschiedlichsten Ländern dieser Erde von Vorteil bzw. von Nachteil gekennzeichnet sind.

3) Warum fasten die Muslime und welchen Nutzen ziehen sie aus dem Fastenmonat Ramadan?
Sowie die anderen 4 Säulen des Islam, ist auch das Fasten ein im Koran erwähnter Gottesdienst, welcher zu den Hauptpflichten eines Muslims/einer Muslima gehört.
Es ist eine private Angelegenheit zwischen dem Fastenden und seinem Schöpfer. Die Fastenzeit dient dem Fastenden zur intensiveren Hingabe an seinen Schöpfer und zur Verstärkung des Bewusstseins an seinem eigenen Glauben. Die Seele wird gereinigt und durch die gehäuften Gottesdienste, wie die zusätzlichen Gebete und das häufigere Lesen im Koran, genährt.
Ein wichtiger Aspekt ist zudem das Erleben des starken Hungergefühls am eigenen Leibe, welches zur Verstärkung der Barmherzigkeit gegenüber Armen und Hilfsbedürftigen und somit zu mehr Hilfsbereitschaft und Brüderlichkeit führt.
Außerdem lehrt uns der bewusste Verzicht auf, für uns z.T. alltägliche Dinge wie die Nahrung, Selbstbeherrschung und steigert weiterhin unsere Widerstandskraft.
Die Konzentration auf das Wesentliche im Leben hilft den Muslim, bis zum nächsten Ramadan spirituelle Kraft zu tanken.

4) Wie wird im Islam genau gefastet?
Gewappnet mit der richtigen Absicht, mit dem Fasten allein Gott/Allah zu dienen, verzichtet der Fastende von der Morgendämmerung bis hin zum Sonnenuntergang auf jegliche Art von Nahrung und Flüssigkeit (aber auch Nikotin etc.) sowie auf den Beischlaf mit dem Ehepartner.
Zum Fasten gehört jedoch auch, das verstärkte Bemühen eines jeden, sich gänzlich von den Sünden fernzuhalten und vermehrt Gutes zu tun!
Aussage des Propheten – Friede sei mit Ihm:
"Wer das falsche Wort sowie das unbeherrschte Benehmen in Worten und Taten nicht
aufgibt, von dem beachtet es Allah nicht, wenn er auf Essen und Trinken verzichtet."

5) Wer muss fasten und wer nicht?
Ein jeder, geistig zurechnungsfähige sowie, nach dem Islam, mündige Muslim, ist zum Fasten verpflichtet, solange er keinen gesundheitlichen Schaden davon trägt.
Geistig unzurechnungsfähige und/oder Körperlich schwache Personen, wie Kranke, Altersschwache, Schwangere, Stillende Mütter, Menstruierende Frauen und ähnliche Fälle, sind von dieser religiösen Pflicht ausgenommen.

Mündig ist man mit Erreichen der Pubertät. Kinder, die diese noch nicht erreicht haben, sind ebenfalls von dieser Pflicht ausgenommen, können jedoch freiwillig versuchen hin und wieder zu fasten, um sich mit zunehmendem Alter an dieses Gebot zu gewöhnen.

6) Was muss man tun, wenn man nicht in der Lage ist zu fasten?
Ist man voraussichtlich dauerhaft nicht in der Lage zu fasten, z.B. im Falle einer chronischen Krankheit oder Altersschwäche, so ist man verpflichtet an jedem versäumten Fastentag einen Bedürftigen zu speisen.
Handelt es sich jedoch um vorübergehende Fälle, wie bei Schwangeren oder Stillenden, so ist es Pflicht die versäumten Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Gott sagt:
[Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer
Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen.]
(Sura: Al-Baqara (2:185)

7) Wann wird das Fasten ungültig?
- Bei der Durchführung des Geschlechtsverkehrs während der Fastenzeit.
- Bei Samenerguss /  Ejakulation (außer im Schlaf)
- Bei beabsichtigtem Essen, Trinken oder Rauchen sowie bei intensivem Riechen von Nahrung, Getränken oder Rauch.
- Bei beabsichtigter Zufuhr von Nahrungs – und Getränkeersatz, wie die Injektion von Flüssignahrung oder Diätheilpflanzen
- Bei der Abnahme großer Blutmengen, die den Körper beeinträchtigen, z.B. durch Blutspende oder Ähnliches.
- Bei absichtlichem Erbrechen
- Bei Menstruations- und oder Wochenbett- Blutung
Allah sagt:
(Und wenn ihr versehentlich darin gefehlt habt, so ist das keine Sünde für euch,
sondern (Sünde ist) nur das, was eure Herzen vorsätzlich tun.] Sura: Al-Ahzaab
33:5

8) Was ist die Nacht der Bestimmung – ‚Leilat AlQadr‘ ?
Die Nacht der Bestimmung oder auch Nacht des Schicksal ist die bedeutendste Nacht im islamischen Kalender und markiert die Nacht, in der das Schicksal des einzelnen Menschen verändert werden kann.
In dieser besagten Nacht gedenken die Muslime der Nacht, in der dem Propheten Muhammad – Friede sei mit Ihm – von Gott die ersten Abschnitte des Korans offenbart wurden.
Sie ist für jeden Muslim auch deshalb von großer Bedeutung, da seine Bittgebete in jener Nacht besondere Erfüllung erhalten und der Mensch eine besondere Nähe zu seinem Schöpfer verspüren kann.
Da das genaue Datum der ersten Koran - Offenbarung nicht genau bestimmt werden konnte, erwarten die Muslime diese heilige Nacht in den letzten 10 ungeraden Tagen des Ramadan und/oder feiern diese in der Nacht vom 26. Auf den 27. Ramadan.

9) Wie steht es mit der ‚Zakat AlFitr‘, der Almosengabe?
Jeder fastende sowie nicht fastende Muslim sowie Erziehungsberechtigte für ihre Kinder und Säuglinge sind verpflichtet im Laufe des Fastenmonats zum Fest des Fastenbrechens eine Abgabe an Bedürftige zu entrichten, damit diese in der Lage sind, sich und vor allem ihren Kindern etwas zu kaufen.

10) Was geschieht am Ende des Fastenmonats?
Nach 29 oder 30 Tagen des Fastens (je nach erneuter Sicht der Mondsichel), wird der Fastenmonat Ramadan mit dem sogenannten 
3-tägigen Zuckerfest ‚Eid AlFitr‘ beendet. Der erste Tag wird meist mit dem gemeinsamen Festgebet in der Moschee begonnen, danach werden Besuche abgestattet, Geschenke vergeben und gemeinsam gefeiert.

Für weitere Fragen steht Ihnen Abdallah Hajjir gern zur Verfügung
unter Tel. 0303957629 und Funktel. 0151-19144326

Weitere Informationen auch unter http://www.religion-online.info/islam/themen/ramadan.html 

Abdallah Hajjir, Asmaa Hajjir / emk